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DIE WALDBÜHNE AROSA

In einer kurzen Bauzeit von nur zwei Monaten hat der Kulturkreis Arosa im Frühjahr 2002 aus dem völlig verwilderten Hubelseewald einen neuen Naherholungsort hervorgezaubert. Auch das Aroser  Handwerk und Gewerbe sowie  der Zivilschutz, die sich alle sehr engagiert an der Realisierung des  Werks  beteiligten, können auf das Erreichte stolz sein. Arosa hat ein neues kleines Bijou.

Anfang der 80er Jahre befand sich der damalige Kurverein Arosa  finanziell  derart in Schwierigkeiten, dass er einen Teil seiner Aktivitäten völlig  einstellte oder drastisch reduzierte. Opfer waren auch die einst sehr  beliebten Kurkonzerte im Hubelseewald. Seither wurde die Anlage nicht mehr benützt und verwilderte völlig.  Das führte dazu, dass sich nicht einmal mehr  Spaziergänger auf dem Gebiet einfanden und es höchstens noch als grosser Abfalleimer benutzt wurde.

Das Projekt, das vom Malanser Landschaftsarchitekten Lieni  Wegelin stammt, wurde unter der Regie von Bauleiter Jürg  Schmid gekonnt umgesetzt und im Detail ausgeschaffen. Grossen Wert legte der Kulturkreis Arosa auch auf eine  attraktivere Gestaltung des Areals. Dies kommt bereits beim neuen,  behindertengerechten Zugang zum Ausdruck. 

Bei der arenaartigen Gestaltung des Publikumsbereichs wurde  die bestehende Topographie weitgehend berücksichtigt. Die verschiedenen  natürlichen Ebenen  können durch eine neue, bequeme Treppe erreicht werden, die der Anlage  auch optisch einen besonderen Reiz gibt. Während im flachen Teil  Konzertstühle bereitgestellt werden, stehen auf den übrigen Ebenen spezielle, aus einheimi- schem Holz geschaffene Bänke bereit. Von dort  kann das Geschehen auf  der Bühne wie von einer Loge aus verfolgt werden.

Damit mehr Sonnenlicht auf das Areal scheint und der Publikumsbereich attraktiv gestaltet werden konnte, wurden im guten Einvernehmen mit den Forstorganen einzelne Fichten gerodet. Dank dem  grossartigen Einsatz der Zivilschutz organisation Arosa konnte der Wald generell etwas gelichtet werden, so dass er nun viel einladender wirkt als vorher.  

Beim Betrieb der Waldbühne arbeitet der Kulturkreis Arosa eng  mit dem Sunstar Parkhotel zusammen, das sich unmittelbar neben der Waldbühne  befindet.

Generell ist der Kulturkreis Arosa bei der Verwirklichung dieses Projekts auf sehr viel Goodwill gestossen. Die Behörden in Arosa, Chur und Bern waren dem Vorhaben ebenso wohlgesinnt wie das einheimische  Gewerbe und die  Mitglieder und Gönner des Kulturkreises Arosa. Zudem konnten einige  Stiftungen für das Vorhaben gewonnen werden. Der  Kulturkreis Arosa dankt allen, die einen Beitrag dazu geleistet haben.

Aufgrund der wachsenden Beliebtheit der Waldbühne hat sich der Kulturkreis Arosa entschlossen, die Anlage im Frühjahr 2006 sanft zu erweitern. Ein Hügel zwischen der Seewaldstrasse und der Waldbühne soll einerseits für einen willkommenen Licht- und Lärmschutz sorgen und andererseits zusätzliche Sitzgelegenheiten bringen. Das von Jürg Schmid geschaffene Projekt führt nämlich dazu, dass die Waldbühne eine zusätzliche Tribüne erhält. Seit der Einweihung im Juli 2006 verfügt Arosa über eine noch attraktivere Waldbühne, die Gäste und Einheimische hoffentlich noch lange begeistern und anlocken wird.

Christian Buxhofer, Präsident Kulturkreis Arosa und Präsident Baukommission